welcome to my Mamablog  :-)

Ein paar von euch kennen mich vielleicht, da ich früher schon unter meinem richtigen Namen eine Homepage hatte. Seit 2017 bin ich nun als "Karlitosmummy" unterwegs und hoffe, euch gefällt mein neuer Blog!

Fernsehentzug.

 

Wie schon erwähnt ist mein kleiner lieber Karlito momentan nicht selten… ähmmmmm… anstrengend. Fordernd. Überdreht.

 

Für Karl ist Fernsehen (dank Papa) innerhalb des letzten halben Jahres selbstverständlich geworden. Zu selbstverständlich. So selbstverständlich, dass er teilweise schon kurz nach dem (aus der Kita) nach Hause kommen fragt, ob er fernsehen darf. Der Deal ist, dass er etwas mit Bagger oder anderen Dinge wie Feuerwehrmann Sam gucken darf. Am Anfang waren das 1-2 Folgen, wobei eine Folge etwa 5-10 Minuten dauert. Jetzt waren es teilweise aber eher 4-5 Folgen. Hintereinander.

 

Wie kam das?

 

Angefangen hat das mit dem Sandmännchen. Und den kleinen, kurzen Geschichten davor. Dann kam Peppa Pig. Das war seeeehr lange „in“. Der Sandmann war dann out. Beziehungsweise haben wir es nicht mehr geschafft, rechtzeitig zum Sandmann auch nur annähernd bettreif zu sein und die Geschichten mag Karl eh nicht sonderlich… Und seit einem halben Jahr ist es halt der Bob oder irgendwelche Videos über Bagger. Immerhin guckt er nicht irgendwas. Und keine Werbung. Inzwischen möchte er auch gern Bobo gucken. Bobo ist zum Teil auch betont pädagogisch wertvoll. Es geht oft um Themen wie Mama im Haushalt helfen, Einkaufen, Zoo, Fairness. Soweit so okay.

 

Wir haben uns eingeredet, dass er dabei/dadurch ganz gut runterkommt. Karlito ist ein ziemlich total aktives, tendenziell eher laut-plapperiges reden-lachen-singen-brüllendes Kind. Wenn wir mit ihm nach Hause kommen, surrt uns der Kopf ziemlich. Der TV macht es einem (scheinbar) einfacher, solche Momente zu organisieren. Vorallem meinem Mann, wenn der nach 10 Stunden oder mehr nach Hause kommt… oder ich abends oder am Wochenende putzen/waschen/etc machen möchte/muss…

 

Trotzdem: Ich hatte/habe dabei einfach kein gutes Gefühl. Karl sitzt eigentlich nie allein vor dem Fernseher. Wir machen das zusammen. Aber gerade in letzter Zeit habe ich ihn Mal genauer dabei beobachtet. 5 bis 10 Minuten schaut er sich recht konzentriert die Geschichte an. Er fiebert auch mit. Freut sich und ist traurig mit den Figuren. Aber nach kurzer Zeit fängt er an, unruhig zu werden, auf dem Sofa rumzurutschen, durch’s Zimmer zu laufen, nah an den Fernseher ranzugehen… Also so auf dem Sofa rumzuwälzen. Es ist, als gäbe es einfach zu viel Input und zu wenig Output.

 

Gott sei Dank ist er aber auch immer noch in der Lage, sich selbst zu beschäftigen. Sobald ihm langweilig ist, geht er irgendwann von der Couch und sucht sich was zum spielen. Ja, es gibt auch Momente, wo er dann nicht weiß, was er nun tun soll. Da wird dann nach Mama oder Papa gerufen, nach Süßigkeiten oder dem ipad gefragt. Alles falsch gemacht also, oder? Ich hab das Gefühl, hier gerade dabei zuzuschauen, wie sein Ideenreichtum „zugunsten“ des tollen TVs flöten geht. Und das will ich nicht!

 

Also ist der Fernseher jetzt erst einmal kaputt. Fernsehen wird sowieso überbewertet. Ich verteufle das Ding nicht. Ich schaue gern selber Shopping Queen oder das Perfekte Dinner (ja sorry, bin ein VOX Fan…).Aber ich kann genauso gut den ganzen lieben Tag ohne Fernsehen überstehen.

 

Ich möchte jetzt aber einmal sehen, ob ich einen Effekt bei Karl bemerke oder nicht. Danach entscheide ich, wie (und ob) wir damit einen gesünderen Umgang finden müssen. Ich stelle mir das aber schwer vor. Wenn Kinder einmal die Option Fernsehen erkannt (und gut gefunden) haben, wollen sie immer mehr und mehr. Vorallem, wenn dann der Partner auch nicht mitspielt, ist es umso schwerer. Mein Mann schaut wirklich sehr viel Serien auf dem TV und Ipad, wirklich viel und oft. Manchmal noch im Bett.

 

 

Wie handhabt ihr das? Wie sieht eurer Umgang damit aus? Gibt’s Regeln? Habt ihr auch (manchmal) ein schlechtes Gewissen? Oder gibt’s Fernsehen bei euch gar nicht?

 

 

 

Der erste Tag:

 

Gestern fragte Karl wie üblich, ob wir Fernseh gucken können. Ich hab ihm dann erklärt, dass der Fernseher kaputt sei. Kurzer irritierter Blick. Dann war’s offensichtlich okay. Den nachmittag haben wir draußen im Garten und im Planschbecken verbracht, sind dann noch abends spazieren gegangen und allen in allem war es einfach schön.

 

Wie es heute morgen lief, kann ich nicht beurteilen. Wenn Karl aufsteht, bin ich schon längst auf der Arbeit. Ich kann nur hoffen, dass mein Mann den TV- und Ipadkonsum auch deutlich runterschraubt – zumindest unserem Karlito zu Liebe.

 

Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

 

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