welcome to my Mamablog  :-)

Ein paar von euch kennen mich vielleicht, da ich früher schon unter meinem richtigen Namen eine Homepage hatte. Seit 2017 bin ich nun als "Karlitosmummy" unterwegs und hoffe, euch gefällt mein neuer Blog!

Working Mum.

 Ich bin nach einem Jahr Elternzeit wieder arbeiten gegangen, zwar nicht Vollzeit, aber 30 Stunden die Woche. Als sogenannte „Working Mum“ hat man eigentlich immer mit sich selbst zu kämpfen: Ich bin davon überzeugt, dass wir als Mütter uns oft selbst im Weg stehen. Warum? Wir wollen alles und das zugleich.

 

Laut einer Studie fühlen sich viele berufstätige Mütter im Alltag trotz Partner als alleinerziehend. Neun von zehn Frauen (89 Prozent) sehen sich als das Organisationstalent der Familie. Jede zweite Mutter (51 Prozent) macht lieber alles allein, bevor sie sich mit dem Partner darüber auseinandersetzt. Zwei Drittel der Working Moms (69 Prozent) sehen sich sogar dazu gezwungen, sowohl Vater- als auch Mutterrolle zu übernehmen. Puh! Ganz schön krasse Aussagen!

  

Ich ertappe mich oft dabei, dass ich den Augenblick nicht genießen kann, weil mir immer irgendwelche Sachen im Kopf rumschwirren… „hab ich an das Brötchen für Karl gedacht?“ „Ist unten in der Maschine noch Wäsche, die ich aufhängen muss?“ „Hab ich daran gedacht, dies oder jenes zu tun…?“

  

Ja, immer irgendwie unter Strom. Ich tu mich schwer, mal einfach NICHTS zu machen. Ich habe häufig das Gefühl, dass ich nicht abschalten und dass ich sowieso nie jedem gerecht werden kann. Als arbeitende Mama kümmert man sich eben nicht nur um die Familie oder den Beruf. Wir wollen sozial bleiben, uns mit Freunden und anderen Familien treffen, schöne Freizeitaktivitäten (für die Kinder) in Angriff nehmen und uns auch ein bisschen um unser eigenes Wohlergehen kümmern. Wie schafft man es also, eine gesunde Balance zu bekommen?

  

Hier kommen nun meine Tipps, um eine glücklichere Working Mummy zu werden.

 

 

1. Lasse Chaos zu!

 Wenn man Kinder hat, muss man bereit sein, ein bisschen Chaos zuzulassen. Denn jeder Tag ist anders und manchmal treten unvorhergesehen Dinge ein. Ich muss lernen, dass man zwar ganz gut organisieren, aber nicht alles vorplanen kann. Eine Zeitlang habe ich nach einem Arbeitstag wie eine Wilde die Wohnung aufgeräumt, mit Karl auf dem Spielplatz oder im Garten rumgetobt und abends noch für meinen Mann gekocht. Und das täglich ohne Ausnahme, bis ich völlig fertig auf der Couch lang und zu müde war, um mir einen Tee zu machen.

  

Irgendwann musste ich feststellen, dass ich mich von meinem nervigen Perfektionismus verabschieden musste, um einfach mal den Augenblick voll und ganz mit meiner Familie zu genießen. Heute lasse ich auch mal den Haushalt liegen, um die Zeit mit Karl noch mehr auszukosten. Samstags ist unser fester Putztag, ich habe mir einen Helfer (Saugroboter) angeschafft, gebügelt wird einfach nix und ab und zu bekommt mein Mann nun einfach mal ein Fertiggericht.

  

Ansonsten widme ich den Nachmittag allein meinem Karlito. Wir fahren zum Indoorspielplatz, treffen uns mit seinen Freunden oder sind einfach mal alle zusammen faul. Dann stören mich die paar ungewaschenen Gläser in der Küche auch nicht so sehr wie früher. Davon geht die Welt nicht unter! Hauptsache ist doch, dass man auch mal abschalten kann. Das tut nicht nur dem Kind, sondern auch mir ganz gut.

 

 

2. Hole dir Hilfe!

 Du musst nicht immer alles alleine machen. Verteile Aufgaben: Egal ob an deinen Mann oder an andere Familienangehörige. Danach wirst du merken, wie viel glücklicher du wirst. Es ist absolut keine Schwäche, wenn man sich als arbeitende Mutter Hilfe holt. Ich bin vorallem meiner Mutter für die tatkräftige Unterstützung sehr dankbar. Ich habe begonnen, wieder ins Fitnessstudio zu gehen, da mich meine Rückenschmerzen einfach nicht mehr haben schlafen lassen. Sie holt an den zwei Tagen Karl ab, spielt mit ihm, und ich kann etwas für meinen Körper tun.

 

Aber am besten, meine Mutter kommt 2mal im Jahr zum Fensterputzen. Etwas, was ich gar nicht gut kann, oder auch ungern mache.

 

Und Karl freut sich natürlich auch ungemein auf die Zeit mit Oma!

 

 

3. Notiere alle Termine!

 Ohne meinen Terminplaner wäre ich kopflos verloren im Nirgendwo. Ganz ehrlich: Schreibt euch alles auf. Damit meine ich wirklich alles! Ich überlege mir immer am Wochenende, was in der kommenden Woche ansteht – egal ob beruflich oder familiär und notiere mir alle Termine. Ich bin extrem vergesslich geworden, ich weiß auch nicht warum. Und da tut es einfach gut, wenn man die Termine schwarz auf weiß vor Augen hat.

  

4. Weg mit dem schlechten Gewissen! 

Dein Kind ist krank und du musst deinem Chef beichten, dass du nicht zur Arbeit kommen wirst? Du musst an einem Tag länger arbeiten und bist einfach zu müde für die 3. Gute-Nacht-Geschichte? Ja, wir arbeitenden Mütter geraten regelmäßig in eine emotionale Schieflage. Also Weg mit dem schlechten Gewissen! Ich habe mich 2018 auch im Fitness angemeldet, und hatte die ganzen 4 Monate jede Woche ein schlechtes Gewissen, dass ich 2x die Woche je 1 Stunde im Gym war, anstatt diese Stunden mit Karl zu verbringen…

  

Liebe Mamis, ihr seid auch nur Menschen und keine Roboter. Entspannt euch, nehmt die Dinge an wie sie kommen, ohne euch ständig selbst zu quälen, dass ihr nicht jedem gerecht werden könnt. Euer Kind liebt euch, weil es merkt, wie sehr ihr euch täglich bemüht. Also bleibt positiv und weg mit dem schlechten Gewissen!

  

5. Plane einen festen Familientag in der Woche ein! 

Wenn beide Eltern arbeiten und das Kind in die Kita geht, dann sind alle Familienangehörigen am Wochenende völlig erschöpft. Führt einen Familienabend oder einen Tag in der Woche ein, um als Familie zu entspannen und die vergangenen Tage gemeinsam ausklingen zu lassen. Wie ihr vielleicht wisst, gehen wir jeden Samstagvormittag gemeinsam schwimmen. Karl freut sich immer riesig darauf. Denn das schwimmen tut nicht nur uns Erwachsenen gut, es macht auch unwahrscheinlich viel Spaß, wenn die ganze Family Samstag zusammenkommt. Ihr könnt euch auch etwas anderes Schönes überlegen: Ob Fahrradtour am Samstag oder Spieleabend am Sonntag – ich weiß nur, dass diese Art der Routine nicht nur bei Karl, sondern auch bei vielen anderen Kindern super beliebt ist.

 

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